AKTUELLES

Bitte helfen Sie mit, die folgende Seite durch ihre Kurznachrichten oder durch Diskussionsbeiträge (s.u. Jenaplan-Forum) aktuell und interessant zu gestalten. Wir freuen uns über entsprechende kurze Zusendungen von Ihrer Seite!! !

 

JENAPLAN-NACHRICHTENTICKER – 7. Edition vom 24.9.2017
Zitat der Saison:
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein

DEUTSCHLAND

Die nächste Jenaplan-Tagung wird voraussichtlich 12.-14. April 2018 in Dresden
stattfinden. Das Thema der Tagung lautet: Was brauchen Kinder NICHT? Mindestens drei
Schulen werden daran beteiligt sein, darunter die Laborschule Dresden und die Natur- und
Umweltschule Dresden. Es wird versucht, die bisherigen Formate – die Lernkulturtage Dresden und die Jahrestagung der Gesellschaft für Jenaplan-Pädagogik – zu verknüpfen und so ggf. Synergien zu nutzen. Weiteres demnächst auf der Website der GJP! (tj, hd)

Im Rahmen der Projektwoche zum Schuljahresanfang beschäftigten sich die SchülerInnen der Jenaplan-Schule Kulturanum in Jena intensiv mit dem Thema Kinderrechte und der Entstehung der UN-Kinderrechtskonventionen. Die Mittelgruppen setzten sich mit diesem Thema kreativ auseinander und gestalteten farbenfrohe und informative Kalenderblätter zu den einzelnen Kinderrechten. Diese liegen übrigens auch den einzelnen Jenaplan-Basisprinzipien zugrunde. (pe, kb, jenaplan-heute.de/Basisprinzipien, hd)

Dr. Katharina Gerarts, Professorin für Kindheitspädagogik an der Evangelischen Hochschule Darmstadt und neue Kinderrechtsbeauftragte soll zentrale Ansprechpartnerin für alle Kinder und Jugendlichen in Hessen rund um das Thema Kinderrechte sein und gemeinsam mit ihnen die hessische Kinderrechtecharta erarbeiten. Hessens Schulen sollen das Thema Kinderrechte nach Auffassung der SchulsprecherInnen in den Lehrplan der Schulen aufnehmen.(hd)

Nach dem desaströsen Wasserschaden in dem eigentlich vorgesehen künftigen Schulgebäude in Heidelberg gelang es der Freien Schule LernZeitRäume mit Signe Brunner-Orawski ein anderes neues Domizil in Heidelberg zu finden. Durch Kooperation mit der „F+U Schule“ kann LZR ab September 2017 in Heidelberg neue Räume beziehen. In vorbildlichen Wochenendaktionen der Eltern und einer „Packwoche“ der SchülerInnen Ende Juli wurde der Umzug nach Heidelberg vorbereitet. Es gelang auch, die anstehenden Prüfungen dieses Jahres mit besonders erfolgreichenPrüfungen abzuschließen. Wir gratulieren! Nun können diese SchülerInnen den Weg zum Abitur auch an der neuen gymnasialen Oberstufe ihrer bereits vertrauten Schule fortsetzen.
(www.rnz.de 05.04.2017, lzr, 6.7. und 20.9.2017 , sbo,hd)

Die Jenaplan-Schule Lübbenau („Jenaplanhaus“) feierte am 15.9.2017 ein Vierteljahrhundert ihres Bestehens. Mit viel Schwung machte die ehemalige Elternvertreterin Andrea Linz die Gesamtmoderation, der Bürgermeister entbot ein längeres Grußwort, die Gründungsrektorin Sonnhild Bockenheimer buchstabierte zusammen mit Dr. Evi Tessmer einem Alphabet entlang die spannenden Jahre der Gründung dieser Schule nach der Wende. Dazu gehörten auch die holländischen Ratgeber und Helfer, wie Kees Both und Tom de Boer. Letzterer erklärte den ZuhörerInnen in freier Rede auf Deutsch, was im Jenaplan eine „richtige Frage“ ist. Petra Drews und Ramona Schmidt stellten die große Bedeutung des Fördervereins für diese Jenaplan-Schule heraus. Timo Jacobs hob als Präsident der Gesellschaft für Jenaplan-Pädagogik die für Jenaplan-Schulen so wichtigen Gedanken der Würde jedes einzelnen Kindes, einer individualisierenden Pädagogik und der Schulentwicklung hervor.

Anfang Mai 2017 präsentierte die Finkenburgschule Aurich die Ergebnisse der Projektwoche „Abgasfrei zur Schule – Bewegung macht Spaß“. Die Kinder sangen einen Rapp über dieVorteile des Schulwegs zu Fuß, Stellwände in der Pausenhalle zeigten den Eltern, womit sich die Kinder in der Verkehrs-Projektwoche beschäftigt hatten. Bewegung war weiter angesagt mit Hüpfburg und Kinderdisco. Fahrten mit dem Lastenrad des Vereins Auriculum machten den Kindern sichtlich Spaß.(fsa, hd)

Ende September 2017 beteiligte sich die Petersen-Schule Berlin-Neukölln mit einer Schülerbefragung sowie einem Themenabend für die Eltern an der alljährlich weltweit stattfindenden Aktion »Sicher zu Fuß zur Schule« Am 22. September kamen alle Kinder mit eigenen Kräften und frischem Kopf, zudem sicher zur Schule. (sp, rw, hd)

Im Sommer unternahmen die oberen Stammgruppen der Evangelischen Schule Neubrandenburg (EVA) eine Busfahrt zur Jugendherberge in Teterow. Nach einer Kanutour über den Teterower See konnten die SchülerInnen ihren Orientierungssinn bei einer Stadtralley zeigen, um den den geografischen Mittelpunkt Mecklenburg-Vorpommerns zu entdecken. Während einer Wanderung auf der von der UNESCO zum schützenswerten Kulturgut der Menschheit erklärten Burgwallinsel entdeckten sie gemeinsam die Überreste einer Fluchtburg aus der Slawenzeit.
Ende September 2017 feiert die Schule ihr 20-jähriges Bestehen, bei der auch viele ehemalige Schüler erwartet werden.

Beim Zirkusprojekt der GGS Katterbach ist regelmäßig der Kölner Spielezirkus zu Gast. Nach zwei Schnuppertagen studieren die Kinder jeden Tag, unterstützt von Lehrern und Eltern der Schule, ihre gewählte Nummer ein. Am Ende der Woche finden dann mit 170 Kindern zwei große Aufführungen in der Turnhalle statt. Auch das letzte Theaterprojekt „Ronja Räubertochter“ wurde vom Kölner Spielezirkus betreut.
Die Regenbogenschule Köln Dellbrück errang 2017 den mit 1500 € dotierten Sonderpreis für ein schlüssiges, aufbauendes, musikalisches Bildungskonzept der Schule. Die Projektleitung hatten: Kerstin Berghoff, Edith Langgartner, Christine Mildenberger (rbs, hd)

Die Heliosschule, „Inklusive Universitätsschule Köln“ unterstützte die Tagung des Zentrums für LehrerInnenbildung (ZfL) der Uni Köln vom 13. September 2017, auf der das Handeln von Lehrkräften in Verbindung mit antisemitischer und rassistischer Benachteiligung, Gewalt und Diskriminierung thematisiert wurde.(ius, hd)

Die GGS Kettelerschule (Inklusionsschule) will mit ihren „Lernfamilien“ ein Ort des Lebens und Lernens für alle Beteiligten sein Durch jahrgangsgemischtes Arbeiten, die Einführung der Offenen Ganztagsschule (OGS) für alle Kinder, die Betreuung der Kinder durch Teams aus Lehrerinnen und Erzieherinnen und durch die veränderte Rhythmisierung des Tagesablaufs wird dies nach außen hin deutlich. Der familiäre Charakter der Gruppen soll sich jedoch auch widerspiegeln im Gefühl einer starken Gemeinschaft, des Geborgenseins und der Verlässlichkeit, der Verantwortung und Identifikation. Die Kinder erlebten in der Schule eine Kultur der Wertschätzung, Anerkennung, Zugehörigkeit und Demokratie. (clw, hd)

2017 hat sich „Haus Australien“ der Wartburg-GS das Projekt „Märchen“ vorgenommen. Zu Beginn dieses Projekts fuhr das gesamte Haus ins Puppentheater „Charivari“. Dort sahen sie sich das Märchen-Stück „Rumpelstilzchen“ an. (wgs, hd)

Das Magazin „Elterngespräch“ vom Juni 2017 stellt die Arbeit der „AG Digital“ unter Beteiligung von LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen sowie das neue umfangreiche und sehr lesenswerte Digitale Leitbild der Evangelischen Schule Berlin Mitte (ESBM) vor. Darin heißt es: „Unsere Schulgemeinschaft will …neue Kompetenzen beim Umgang mit der digitalen Welt vermitteln. Wir unterstützen uns gegenseitig dabei, die Möglichkeiten, Potenziale und Risiken zu erkennen und die Mechanismen zu verstehen. Nur so können wir uns mündig und kritisch in der digitalen Welt bewegen und Verantwortung für uns und andere übernehmen.“ (esbm, hd)

Das Schulradio der Bodenseeschule erklärt uns seine Arbeit: „Zu unserem Aufgabenbereich gehört das Interviewen verschiedener Leute und sogar Promis.
Wichtig ist es für uns, die richtigen Themen zu finden und umzusetzen. Dazu zählen Umfragen, Reportagen und Beiträge. Dabei lernen wir auch, wie man beim Interviewen fragt. Vor allen Dingen, wie man mit den Leuten umgeht. Dazu zählt auch der Eindruck, den wir vermitteln. … Meistens gelingt es uns, die Leute für unsere Fragen zu begeistern.“ 🙂 ! Wir finden die Arbeit, mit dem Aufnahmegerät anderen Leuten Fragen zu stellen, sehr interessant. Zur Seite steht uns fürs Schulradio Radio 7-Redakteurin K. Rothaupt.(bss, hd)

Das „DDR-Projekt“ der Kaleidoskop-Schule Jena führte die SchülerInnen des 10. Jahrgangs nach Weimar und nach Erfurt zum Gefängnis in der Andreasstraße. Bei der Befragung von Zeitzeugen wurde deutlich: Die DDR hat jeder anders empfunden. Fazit u.a.: „Lernen am anderen Ort“ sei etwas anderes als ein Text im Lehrbuch.(ksj, hd)

Am 4. September durfte das Kinderparlament der EGS Eisenach im Rahmen der Achava-Festspiele („Dialog über Religionen und Kulturen“) am erstmaligen Schülerforum im Thüringer Landtag teilnehmen. Kurz darauf trat der Schulchor mit seinem Reformationsmusical am 7.9. in Wittenberg auf. Der Auftritt ganz in der Nähe von Katharina und Martin Luthers Wohnhaus war für die SchülerInnen etwas ganz Besonders.(egs Eisenach, hd)

Das Schulorchester der Reformschule Kassel gab im Rahmen eines Orchesteraustausches mit der Philharmonie La Six- Fournaise Konzerte an der Cote d’Azur Die Verständigung war problemlos, da sowohl französisch, englisch und deutsch in den Gastfamilien gesprochen wurde.
Bei der „Dokumenta“ war die Schule mit ihrer „Pferdegruppe“ vertreten. Jedes Kind konnte drei Bücher an einer der letzten noch freien Säulen des „Parthenons der verbotenen Bücher““ aufhängen. Natürlich war auch ein Harry Potter– Exemplar dabei. Tatsächlich ist dieser wegen zuviel Magie in einigen Staaten der USA verboten.

Oliver Steller, Musiker, Gitarrist und Sänger mit einer großen Liebe zur Poesie vertont Gedichte. Er wird mit einigen Kindern der Evangelischen Grundschule Freienseen ein Programm erarbeiten Wenn er mit seiner Gitarre Frieda spielt, singt und rappt, zaubert und Quatsch macht, leben Gedichte auf und zeigen, was sie können. Von ihm vorgetragen und gesungen bringen sie Poesie in den Alltag und wecken Freude an der Sprache.(egsfr, hd)

Die Evangelische Grundschule Sömmerda bietet in ihrem Musik/Liederprogramm ganz aktuell u.a. Udo Lindenbergs „Wozu sind Kriege da“, „El Condor Pasa“ und andere bedeutungsvolle Lieder. Man findet das Programm auch auf Facebook.(facebook evangelische schule sömmerda, hd)

Zu einem gemeinsamen pädagogischen Elternabend zum komplexen Thema „Gespräch“ trafen sich Anfang Juni 2017 Eltern und Pädagogen der GS Nürnberg. Das Gespräch ist ein wichtiges Mittel für Kinder, die Welt zu ergründen und zu begreifen. Es ist ein wichtiger Bestandteil im alltäglichen Schulleben gerade der Jenaplan-Schule. Und es ist im Zusammenleben mit Menschen ein wichtiger Baustein, um sich miteinander auszutauschen. Im Laufe des Abends wurde den Eltern Einblick in die Kommunikationspsychologie nach Schulz von Thun gegeben, derzufolge Nachrichten immer auf vier verschiedenen Ebenen versendet und empfangen werden können: Die sachliche Ebene, die Beziehungsebene, der Appell und die Selbstaussage wurden hierbei näher erklärt und mit Beispielen verdeutlicht.

EUREGIO

Zu Beginn der Festivitäten zum 25-jährigen Bestehen der Jenaplan-Schule Markersbach im Erzgebirge wird am 1.11. 2017 die Deutsch-Tschechische Konferenz durchgeführt. Hier wird eine Bilanz des Projektes „Dialoge – gemeinsam lernen für Europa“ mit Präsentationen und Podiumsdiskussion gezogen. Am Abend des 2.11 findet dann der Festakt 25 Jahre Jenaplanschule Markersbach statt – eine Zeitreise mit Festrednern und Highlights in Gesang, Tanz, Spiel und Bild. Am 3.11. feiert die Schule nach einer Schulführung den „Ball der Ehemaligen“. Auch eine Festschrift wird erscheinen, s. www.jenaplanschule-markersbach.de (km, ok, rh, hd)

Kinder der Französischgruppe der KGS-Bildchen/Aachen besuchten mit der Schulsozialarbeiterin am 31.Mai 2017 den euregionalen Sprachenfesttag im Energeticon. Auch dieser Begegnungstag für die Euregioprofilschulen war für die beteiligten Kinder sehr schön. (kgs-b, hd)

INTERNATIONAL

Prof. Hein Retter, der seit Jahrzehnten intensiv Petersen- und Jenaplanforschung betreibt (s. die Literaturliste auf dieser Website!), hat gerade seinen 80. Geburtstag gefeiert – wir gratulieren!
In jüngster Zeit setzt Hein Retter seine weitgespannten Studien auch digital fort: Auf der internationalen und für alle zugänglichen Forschungsplattform ResearchGate sammelt er seine vielen verschiedenen pädagogischen Themen. Außerdem präsentiert er dort gegenwärtig sein Forschungsprojekt
https://www.researchgate.net/project/Universitaetsschule-Jena-1924-1950-revisited mit seinen neuesten Funden zu den Familien der Universitätsschule Jena in der Zeit des NS.

AUSTRALIEN

In Australien erschien vor kurzem die Autobiografie der ehemaligen Schülerin der Universitätsschule Peter Petersens Margot Pampel, geborene Reinhardt (Jg. 1922), die sie zusammen mit ihrer Tochter Felicity verfasst hat: As Chance Would Have It (Wie der Zufall es wollte). Margot Pampel ist die Tochter der in Auschwitz umgekommenen Gitty Reinhardt, geb. Czerwinski. Ihre zunächst behütete Kindheit verwandelte sich mit Hitlers Machtübernahme in einen Albtraum von Erniedrigung, Unterdrückung und Verfolgung. 2011 wurde für ihre Mutter ein Stolperstein in Jena gesetzt, 2016 wurde sie selbst von der Jenaplan-Schule und von der Stadt Jena durch einen Empfang für ihre Lebensgeschichte geehrt.
Siehe zu dieser bewegenden Lebensgeschichte einer Heranwachsenden, die in manchem an die von Anne Frank erinnert, die Rezension von Hartmut Draeger auf dieser Website unter Literatur/Rezensionen! (hr, hd)

NIEDERLANDE
In ihrem Septemberheft 2017 thematisiert die niederländische Jenaplan-Zeitschrift Mensen-kinderen die drei Rollen des Lehrling-Geselle-Meister-Modells des Jenaplan bei Petersen. In einer nur zwei Jahrgänge umfassenden Stammgruppe bestehe eher die Neigung zu einem Schwarz-weiß-denken, die Neuankömmlinge im Gegenüber zu denen, die es schon wissen. Dagegen nehme mit dem „Einbau“ der Mittelgruppe (der „Gesellen“) die Dynamik zu und werde das „binäre Denken“ überwunden.

DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH UND SCHWEIZ
Das von Timo Jacobs (früher PH Weingarten) und Susanne Herker (KPH Graz) herausgegebene Werkbuch „Jenaplan-Pädagogik in Konzeption und Praxis“ wird
im November erscheinen. Es wird mit über 35 Beiträgen aus den deutschsprachigen Ländern einen profunden Einblick in Theorie und Praxis des Jenaplans heute bieten. Die große Buchpräsentation findet dann im Dezember in Graz statt.(tj, sh, hd)

 

JENAPLAN-NACHRICHTENTICKER – 6. EDITION VOM 8.3.2017

Zitat der Saison:
„Ein starker, großer und schöner Glaube an die Zukunft der Völkergemeinschaft trägt die neue Erziehung … Ob heute der Ruf verhallt oder widerklingt in tatfrohen Menschen und Menschenkreisen, das wird Abstieg oder Aufstieg Europas mitentscheiden.“ (Peter Petersen, Die Neueuropäische Erziehungsbewegung, Weimar 1926, S.133)
DEUTSCHLAND

Herbst 2017 wird das Werkbuch „Jenaplan-Pädagogik in Konzeption und Praxis“ im Schneider Verlag Hohengehren (s. Bild vom Cover im Text des Anschreibens!!)  erscheinen, herausgegeben von Timo Jacobs, PH Weingarten, und Susanne Herker KPH Graz. Aufgrund der Beiträge vieler namhafter PädagogInnen und SchulpraktikerInnen bietet das Buch eine hervorragende Einführung und einen profunden Einblick in Theorie und Praxis des Jenaplans heute.
Schon mal für die Lehrerbibliothek vormerken!

Die bekannte linksliberale Schulpolitikerin, streitbare Demokratin, erste Kandidatin für das Amt einer Bundespräsidentin (1994) und Unterstützerin des Jenaplans Hildegard Hamm-Brücher verstarb nun im hohen Alter von 95 Jahren (* 11. Mai 1921 in Essen; † 7. Dezember 2016 in München). 2001 verfasste sie ein Geleitwort für „Jenaplan 21“ von Kees Both. Darin schrieb sie: „Mir scheint, dass man in Deutschland am Beispiel der Jenaplan-Schulen nicht nur pädagogisch Interessantes lernen kann, sondern auch einiges über Bürgerrechte im Schulbereich und die Entwicklung einer vielfarbigen Schullandschaft.“

Als Klang.Forscher! setzten sich Hamburger Schülerinnen und Schüler der 4. bis 10. Klasse aktiv mit akustischen Aspekten ihrer Lebenswelt auseinander: Wie klingt dein (Schul-) Alltag? Wie klingt deine Stadt? Welche Rolle spielen Klang und Geräusche in den Medien, in Musik und Kunst? (winterhuder reformschule, www.klang-forscher.de, hd)

Im Rahmen der alljährlichen Wissenschaftstage Aurich durchgeführt werden, fand auch in diesem Jahr wieder an den Grundschulen des KOV: „Begabungen fördern“ der Juniorwissenschaftstag statt. Als Teilnehmer/innen waren neben interessierten Kindern der Finkenburg-Grundschule auch interessierte Kinder der Kindergärten „Finkennüst“,  „Am Wasserturm“ und der Kindertagesstätte „Pinguin“ Aurich eingeladen.(finkenburg, hd)

Für die Vorschüler bietet die Freie Schule Glowe Vorschultage an, die im Vorschuljahr – ab Winter vor der Einschulung – einmal monatlich stattfinden. Hier nehmen die Vorschüler für eine Unterrichtsstunde am regulären Stammgruppenunterricht der unteren Stammgruppen – den Flunkerfischen/ Kugelfischen– teil. (fs glowe, hd)

Souverän, klug recherchiert und die Jury überzeugend schaffte es die Elftklässlerin Theresa Adams von der Ev. Schule Neubrandenburg im 17. Rhetorikwettbewerb des Rotary-Clubs am 23. Januar 2017 mit ihrem Thema „Wie viel wert ist der Mensch“ auf den 2. Platz. Unterstützt von ihren Mitschülern beeindruckte sie mit ihrer Redeleistung auch die Zuhörer. (C. Karst, EVA, hd)

Am 22. Mai 2016 war es im Speicher in Tarnow ganz schön aufregend. 200 Gäste waren gekommen, denn der NDR Radio MV war mit der “Plappermoehl” zu Gast, um eine Radiosendung aufzuzeichnen. Dort wird nur plattdeutsch gesprochen! Da wir in Rosenow Plattdeutsch-Unterricht haben, durfte ich stellvertretend für unsere Schule das Gedicht “April, April” aufsagen.(SZ Rosenow, Jette, hd)

Meditatives am Oberstufenkolleg der Uni Bielfeld: Der Lehrende beginnt jede Unter-richtssitzung mit einer kleinen „Achtsamkeitsübung“ von wenigen Minuten. Die Übungen sind unterschiedlich, von einer Yogaübung im Stehen, über Atemwahrnehmung im Sitzen hin zu einer Klopfübung von Armen und Beinen. Die Intention ist immer, sich selbst und seinen Körper bewusst wahrzunehmen und sich von Vorangegangenem oder noch Kommendem zu lösen, also präsent im gegenwärtigen Augenblick zu sein. Spezifische Belastungen der Lehrenden und auch der SchülerInnen in unserer Zeit (Reizüberflutung, Gefühle der Fremdbestimmung) können so aufgehoben werden, die Teilnehmenden können schließlich mit besserer Wahrnehmung der (schulischen) Wirklichkeit und neuer Frische ans Werk gehen.(https://www.uni-bielefeld.de/OSK/ , ren, hd)

An der Laborschule und dem Oberstufen-Kolleg Bielefeld findet 10.-12.03.2017 die Tagung „NATUR VERBINDET! Naturverbindung als Bildungskonzept und Basis für Nachhaltigkeit“ statt – Moderation: die Journalistin und Autorin Ulrike Focken.(http://www.uni-bielefeld.de/LS/laborschule_neu/docs/natur_verbindet_flyer.pdf
Impulsreferate und Workshops zu den Themen: „Natur verbindet. Natur als Erfahrungsraum und Sinninstanz“,“„Naturerfahrungen – Wirkungen und pädagogische Ansätze“; Diskurs über gelingende Naturkonzepte – inspirierende Erfahrungen und Möglichkeiten. Tagesausklang am Feuer. (osk und uni bielefeld, hd)

English week – Englische Projektwoche in der GGS Garthestr. in Köln-Riehl
Die Kinder gestalteten eigene, englische Bilderbücher, erlebten eine Fototour durch London und bereiteten ein schmackhaftes, englisches Frühstück. Sie besuchten den English Shop am Neumarkt. Das Highlight der Woche war derAusflug zu ‚Speaker’s Corner‘ auf der Stammheimer Straße. Man spielte ein englisches Quiz, lernte viele neue Wörter und durfte sogar auf dem Riehler Wochenmarkt (natürlich auf Englisch!) einkaufen. Smoothies, Sandwiches und ein ‚fruit salat‘ wurden hergestellt. (ggs garthestr. April 2016, hd)

Die GGS Balthasarstraße in Köln wurde 2015 als „Schule der Zukunft“ ausgezeichnet. Die Natur- und Umweltschutz-Akademie (Nua) hatte zur Auszeichnungsfeier für die Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ geladen. Die Preisträger haben Projekte, etwa für eine bessere Umwelt, Ernährung oder für wirtschaftliche Gerechtigkeit, in ihrem Alltag umgesetzt – mindestens 3 Jahre lang.-
Bei der Verabschiedung der langjährigen Rektorin Frau Willweber im Januar 2017 erklang das wunderschöne Schullied „vom kleinen König Balthasar“ beim gut gelaunten Auftreten eines Väter-Mütter-Kinder-Chors. Der Leitgedanke der Schule lautet übrigens: „Jeder kann etwas. Niemand kann alles, zusammen können wir viel!“ (ggs balthasar, hd)

Die Rosenmaarschule Köln schreibt in ihr Schulkonzept: Vor dem Hintergrund täglich fortschreitender Zerstörung unserer Lebensgrundlagen bei gleichzeitig zunehmender Isolierung von der natürlichen Umwelt gewinnt die ökologische Erziehung eine besondere Bedeutung. Handelnde Auseinandersetzung mit Dingen und Sachverhalten muss jetzt im Vordergrund stehen. Dies geschieht an folgenden Plätzen der Schule: Schulgarten, Biotop, Schafstall, Kletterbäume, Naturnischen auf dem Schulgelände, Sammelstationen für Batterien u.ä., Mülltrennung in den Klassen.(Rosenmaarschule, hd)

Die SchülerInnen der Freien Schule LernZeitRäume in Dossenheim haben eine ganz besondere Patenschaft übernommen: Sie kümmern sich um die Waschbären im Heidelberger Zoo. Gleichzeitig dienen die putzigen Tiere als neue Tiernamen für die jahrgangsgemischten Klassen 4 bis 6. (Heidelberg 24.de 16.1.2017, jol, hd))
Workshop zur japanischen Sprache Am 31.1.2017 fand in der Obergruppe der erste Teil eines Workshops zur japanischen Sprache mit zwei Studentinnen aus Japan und ihrer Übersetzerin statt. Nach allgemeinen Informationen zu Japan gab es für die Schüler die Möglichkeit Fragen zu stellen. Anschließend wurden die drei in Japan verwendeten Schriftarten (Kanji, Hiragana und Katakana) und ihre Funktion vorgestellt. Im Mittelpunkt des Workshops standen u.a. die kulturell unterschiedliche Wahrnehmung von Geräuschen und Klängen. Als Aufgabe für die nächste Woche sollen die Schüler ein kleines Theaterstück zu einem Schriftbild schreiben, das ein Gefühl zum Ausdruck bringt.(LZR Dossenheim, hd)

Am 21.2.2017 kam die schockierende Nachricht von dem möglichen Ende der Freien Schule LernZeitRäume: Der Verbleib der Schule am Standort Dossenheim bei Heidelberg ist vertraglich nicht möglich, nun aber steht das ab dem nächsten Schuljahr zur Nutzung geplante, vielversprechende Gebäude in Heidelberg auf Grund eines gravierenden Wasserschadens vorerst nicht mehr zur Verfügung!! Eine jetzt erforderliche Kernsanierung könnte vor Mitte 2018 nicht abgeschlossen werden.
Gleich nach dem Bekanntwerden dieses Schadens bildete sich in einem beispiellosen Engagement der Eltern die Aktion Rettet die Schule, um diese international hoch geschätzte, an pädagogischer Entwicklung und an Wissenschaft orientierte Schule mit ihrer vorbildlichen Öffentlichkeitsarbeit vor dem Aus zu bewahren. Diese Aktion brachte einen an Wunder grenzenden Erfolg: Die Schule bekommt einen neuen Träger und ein neues Haus in Heidelberg selbst. Das Schulmodell bleibt! (sbo, es, tj, hd)

Die Lindenbornschule in Köln beschäftigte sich wieder mit den Kinderrechten und stellte einen sehenswerten kleinen Film darüber her.(http://www.ggs-lindenbornstrasse.de, hd)

Die Kettelerschule in Bonn arbeitet mit „Lernfamilien“. Damit will sie betonen, dass sie ein Ort des Lebens und Lernens für alle Beteiligten ist. Durch jahrgangsgemischtes Arbeiten, die Einführung der OGS für alle Kinder, die Betreuung der Kinder durch Teams aus Lehrerinnen und Erzieherinnen und durch die veränderte Rhythmisierung des Tagesablaufs wird dies nach außen hin deutlich. Der familiäre Charakter der Gruppen soll sich jedoch auch widerspiegeln im Gefühl einer starken Gemeinschaft, des Geborgenseins und der Verlässlichkeit, der Verantwortung und Identifikation. Eine Lernfamilie wird durchgängig von einem Team betreut, das aus einer Lehrerin/einem Lehrer und einer Erzieherin besteht. (ketteler, hd)

Die Picasso-Grundschule und weitere Grundschulen und Einrichtungen in Berlin und Wien beteiligen sich am Projekt „Augenmerkkinder“- Kinder mit gravierenden Verhaltensauffälligkeiten. Die aktive Beziehungsarbeit der Pädagoginnen und Pädagogen soll zentraler Baustein für eine erfolgreiche Lern- und Entwicklungsbegleitung von Augenmerkkindern in der inklusiven Schule sein. Die Projektrealisierung soll darüber hinaus Mut machen, die strukturellen und organisatorischen Bedingungen in inklusiven Schulen für die „Augenmerkkinder“ erfolgreich zu gestalten. (picasso-gs, hd)

Anfang 2016 stand die Projektarbeit der Wartburg-Grundschule unter dem großen Thema „Die Bedeutung der Wartburg als Namensgeber für unsere Schule“. Die Kinder setzten sich mit den historischen Ereignissen auf der Wartburg auseinander.
In klassenübergreifenden Neigungsgruppen (Chor, Schauspiel, Kostüme, Requisite) bereiteten die Kinder ein Musical über den mittelalterlichen „Sängerkrieg“ vor.  „Der Sängerkrieg der Heidehasen“ war der Titel dieses Musicals, das die „Dingos“ und „Wombats“ aufführten. Dabei waren zwei Klassen aus dem „Australienhaus“ beteiligt. (MZ Münster 26.01.2016, Wartburg-GS, hd)

Im Projekt „Eine Herausforderung meistern“ der Evang. Schule Berlin Zentrum
suchten sich alle Schüler_innen im Jahrgang 8, 9 und 10 außerhalb Berlins in einem Zeitraum von drei Wochen alleine oder in der Gruppe eine „Herausforderung“: ca. 230 Schülerinnen und Schüler unterzogen sich fast 70 verschiedenen Herausforderungen. Es wurde klar, dass der Weg das Ziel und Teil der Herausforderung ist. Zu diesen selbst gewählten Herausforderungen gehörten neben einer Reihe von Fußwanderungen, Fahrradtouren, Kanufahrten auch Arbeiten auf einem Pferdegut in Bayern mit Logis und Kost als „Gegenleistung“; gemeinschaftliches Leben in einer Kommune als Alternative zur Konsumgesellschaft; Übersetzung des polnischen Buches einer Oma; soziales Helfen im Harz: Mithilfe im Altenheim und im Hort. Einübung und Aufführung eines selbst ausgedachten Theaterstücks. (esbz, hd)

Die Laborschule Dresden ist nun komplett. Wir gratulieren! Das erste Mal gibt es 12 Jahrgänge und in diesem Jahr zum ersten Mal auch ein Jahrbuch 2015/16 prall gefüllt mit Erinnerungen an dieses Schuljahr. Da gab es viel gemeinsam Erlebtes, wie die Feierstunden, das Landheim oder das Sportfest; viel Einzigartiges, wie die Lerngruppen, die Spanien-Reise oder der Besuch eines südkoreanischen Kinderchores; darüber hinaus viele Erfolge und Auszeichungen. (LS Dresden, hd)

Der Freie Umweltoberschule Dresden e.V. erhielt am 04. August 2016 per Post die Genehmigung, eine Mittel- bzw. Oberschule als Ersatzschule zu errichten und zu betreiben. Die Freude ist riesig – ebenso die vor der Schule liegende Aufbauarbeit! Wir gratulieren! (FUD, hd)

Beim Besuch einer jungen chinesischen Pädagogin in der Jenaplanschule Nürnberg konnten die begeisterten SchülerInnen der Stammgruppe Anakondas ihren Namen auf Chinesisch sehen und gestalten, Essen mit Stäbchen üben und einiges über die chinesischen Neujahrsfeiern erfahren. (Jenaplantagebuch der JPS Nürnberg, hd)

Ein Logbuch, das jeder Schüler führt, gibt einen genauen Überblick über die schulischen Aktivitäten aber auch über den eigenen persönlichen Entwicklungsstand. Denn die soziale Kompetenz im Sinne von Empathie, Toleranz, Teamgeist, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit werden am Jenaplan-Gymnasium Nürnberg systematisch gefördert.
Jeder Schüler bekommt von der fünften Klasse an, einen Lerncoach zur Seite gestellt. Einmal pro Woche werden im Dialog Erfolge und Misserfolge des Schülers aufgezeigt und die Lernziele für die nächste Woche definiert. „Das Leben und Lernen in einer Gemeinschaft, die die eigene Persönlichkeit akzeptiert, ermöglicht es den Kindern und Jugendlichen, ihre Stärken zu entdecken und auszuleben, Andersdenkende zu respektieren und für sich selbst und ihre Umwelt Verantwortung zu übernehmen“, bringt es Schulleiter Stefan Wagner auf den Punkt. (NüN, MZ, hd)

Die bunten Sitzgruppen an vielen markanten Punkten der Stadt Merseburg wurden letztes Jahr durch Vandalen zerstört. Kultur-Studentinnen der Hochschule, Eltern, Kinder und LehrerInnen der Johannesschule beschlossen in einer Kunstaktion die Stühle zu bemalen und wieder aufzustellen. Die Kinder können so ein Stück Merseburg selbst gestalten, wie eine Elternvertreterin meint. Das sei schließlich etwas anderes als wenn man über die Ereignisse nur im Unterricht sprechen würde. (MZ, ds, hd)

Im Martins-Zentrum Bernburg spielten die Erzieher vor den Kindern des Kindergartens und des 1. Jahrgangs „Rotkäppchen“. Die Spannung und Vorfreude war den Kindern sofort anzusehen. Sie fieberten die ganze Zeit mit und ihre Augen strahlten. Als das Rotkäppchen und die Großmutter endlich befreit waren und der „böse“ Wolf in den Brunnen stürzte, waren alle Kinder froh.

Zur Kinderradionacht Ende Nov. 2016 gingen die Schüler der Kulturschule Jena auf eine Zeitreise voller Überraschungen. Zwischen den vorher ausgesuchten Geschichten und Beiträgen, zu denen sich alle am Radio trafen, war Zeit für Pausen, Spiele und Rätsel. Die Schüler versuchten sich beispielsweise an römischen Nussspielen, wie vor ungefähr 2.000 Jahren, als die gläsernen Murmeln noch nicht erfunden waren. Beim Versuch Nuss-Pyramiden zu errichten, zeigten sich viele hervorragende Baumeister. (kulturschule.jena, katja kleinau, hd)

Das Schulplanetarium zu Besuch in der Jenaplanschule Hungen. Dabei konnten die Kinder im Schulplanetarium, einer großen aufblasbaren Kuppel, viel Neues und Spannendes zum Thema Weltraum und Planeten erfahren. (jps hungen, hd)

Im Oktober 2016 fand der Gegenbesuch der Malteser an der Reformschule Kassel statt. Die jugendlichen Gäste hatten bei den täglichen Ausflügen Gelegenheit, die schöne, waldreiche Landschaft rund um Kassel kennenzulernen, tauchten ein in die Welt der Gebrüder Grimm und die Geschichte der Stadt, besichtigten einen Bioland Hof und die Fachwerkstadt Melsungen und nahmen an zwei Vormittagen am Unterricht teil. Unsere Schülerinnen und Schüler begleiteten die Malteser tagsüber und abends wurden die Begegnungen mit ice-breaking activities in der Jugendherberge intensiviert. Viele neue Erfahrungen sammelten die maltesischen Schülerinnen und Schüler an einem Tag, den sie mit den deutschen Familien verbrachten.(rsk, hd)

INTERNATIONAL

EUREGIO
Am 17.3.2016 besuchte die OGS Bildchen mit einer Schülergruppe ihre belgische Partnerschule Picpussen in Tongeren, der ältesten Stadt von Belgien. Es gab eine gemeinsame Stadtrally, ein Essen, ein Kunstprojekt zur Geschichte von Tongeren und ein gemeinsames Ballspiel. Die Begegnung von Mensch zu Mensch, das Begegnen mit der Sprache des Nachbarlandes und das Aufbauen von Euregiowissen in diesen beiden Euregioprofilschulen standen im Mittelpunkt. Europa konnte im Mikrokomos der Kinderwelt als Wert erfahrbar werden: international und friedfertig und achtsam miteinander. (ogs, hd)

Das laufende Zwei-Jahres-Projekt „Grenzüberschreitende Bildung im grünen Klassenzimmer für eine bessere Zukunft“ der Freien (Ober-)Schule Boxberg/Oberlausitz mit einem polnischen Gymnasium in Mysłakowice, Kreis Jelena Góra (früher Hirschberg, südwestlich von Breslau) ist in vieler Hinsicht vorbildlich: Es verbindet beide europäische Regionen bewusst mit Hilfe der Sprachen, des Kulturaustauschs, des Abbaus kultureller Barrieren, „zyklischer ökologischer Workshops“, der Musik, Kunst und Kultur beider Länder. Ein „Grünes Labor“ wird installiert. Landeskundliche Ausflüge, Museen-Besichtigungen finden statt. Für die Zusammenarbeit werden die Teams deutsch-polnisch gemischt. Die Auswertung der einzelnen Kooperationsphasen geschieht zuerst mit den Kindern. Auch zwischenmenschliche Kommunikation wird thematisiert, soziale Kompetenzen werden trainiert. Tanz, Sport und Spiel finden ihren Platz. In allem werden auch die vier Grundformen des Lernens – Arbeit und Gespräch, Spiel und Feier – praktiziert. Dabei ist auch die Entwicklung beruflicher, wirtschaftlicher und touristischer Perspektiven für die SchülerInnen in beiden Regionen immer im Blick. (kw, hd)

Bedingt durch die Grenznähe des Standortes der Schule bietet sich Tschechisch als erste Begegnungssprache an. Ein gutes Verhältnis zu den tschechischen Nachbarn ist der erste Schritt auf dem Weg zu Verständnis und Anerkennung anderer Kulturen und Lebensweisen. Mit Tschechisch lernen die Kinder zudem eine slawische (östliche) und mit Englisch (ab Kurs 3) eine westliche Sprache. Auf dem zukünftigen Arbeitsmarkt „Europa“ ergeben sich bessere Chancen.(JPS Markersbach, hd)

BELGIEN
Die Rubrik www.jenaplan-heute.de / Geschichte ist jetzt um den Teil „7.Belgien“ erweitert – um eine kurze Charakterisierung der Arbeit der belgischen Jenaplan-Schulen, der „Belgische Jenaplan-Vereniging“ (BJPV) und ihrer Öffentlichkeitsarbeit.(hd)

ÖSTERREICH
Anfang Dezember 2017 wird in Graz eine große Buchpräsentation des
„Werkbuchs Jenaplan“ (s.o. und das Cover im Anschreiben!)  stattfinden. Ort wird das Haus der Kirchlichen
Pädagogischen Hochschule der Diözese Graz-Seckau sein.

TAIWAN
Eine taiwanische Delegation besuchte Mitte Februar 2017 europäische Jenaplan-Schulen, nämlich die in Gent (Belgien), Epe (NL) und die JPS Jena (Jenaplan-Schule Tatzendpromenade). Dies und die vorherigen Besuche in der Schule „LernZeitRäume“ in Dossenheim bei Heidelberg zeigt das gewachsene Interesse in diesem Land an der Jenaplan-Pädagogik für ihre eigene Schulreform. In Holland wurden auch weitergehende Pläne geschmiedet:
Niederländische Jenaplan-Experten fahren demnächst nach Taiwan, um dort junge LehrerInnen für ihre Praxis zu schulen. (jm, lin, hd)

NIEDERLANDE

Unser niederländisches Schwesterblatt „Mensenkinderen“ (Menschenkinder) nimmt die wichtigen nationalen Wahlen am 15.3. 2017 zum Anlass, den Beitrag des Jenaplans zum Lernen für das Leben zu betonen:
Der Artikel in der März-Nummer betrachtet das Jenaplankonzept durch das Prisma des Wahlvorgangs: Was heißt „wählen“, wie trifft man Entscheidungen, welches ist die Rolle des Stammgruppen-Leiters und wo berührt „wählen“ unsere Grundprinzipien? (GB Mk, hd)
Ein zweisprachiger 6-Minuten-Film (niederländisch mit englischen Untertiteln) zur Präsentation altersgemischten Lernens in dreijährigen Stammgruppen in Jenaplan-Schulen wurde kürzlich fertiggestellt: Siehe https://lnkd.in/gT67w3Q oder www.jenaplan.nl / buitenland / English (lin, njpv, hd)

NIEDERLANDE: INFOS über den Jenaplan in ENGLISCHER SPRACHE
Seit langem gibt es Infos in englischer Sprache auf den Webseiten des niederländischen Jenaplan-Verbandes www.jenaplan.nl / buitenland .

 

JENAPLAN-NACHRICHTENTICKER – 5. EDITION VOM 15.9.2016

ZITAT der Saison:

Erziehung in Freiheit im Sinne Martin Bubers heißt „Verbundenwerdenkönnen, nämlich: Lieben können, eine Aufgabe übernehmen können, für andere verlässlich sein, für einen Menschen und für eine Sache Verantwortung auf sich nehmen, in einer Gemeinschaft leben und diese aufrechterhalten wollen, sich mit zuständig fühlen dafür, dass es Frieden geben, dass die große wie die kleine Welt bewohnbar bleiben soll…“

(Andreas Flitner 1996 – nach Hein Retter, Grundrichtungen pädagogischen Denkens. Eine erziehungswissenschaftliche Einführung, Bad Heilbronn 1997, S.123 f.)

DEUTSCHLAND
Die Jenaplan-Schule Jena feierte am 27. Mai 2016 mit einer glänzenden Festveranstal-tung im Volkshaus und einer großen Schulfete ihr 25-jähriges Bestehen. Sie wurde kurz nach der Wende im September 1991 von Lehrern und Eltern gegründet, um Schülern aller Schulformen das gemeinsame Lernen zu ermöglichen. 2006 gehörte sie unter ihrer ersten Schulleiterin Gisela John zu den Gewinnern des ersten Deutschen Schulpreises. In ihrem 2012 überarbeiteten Konzept sieht sie sich als Haus der Bildung für alle Kinder mehrerer Schülergenerationen von der Kindertagesstätte bis zum Abitur – eine inklusive Schule für junge Menschen mit sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen. Als Merkmale ihres Schullebens nennt sie: Schulgemeinschaft, Demokratie und Sozialraumverankerung.
In ihrem anthropologisch-pädagogischen Grundverständnis gehe die JPS Jena von den „Basisprinzipien“ der niederländischen Jenaplanbewegung aus.
Zu den “Alumni-Treffen“ und “Gesprächsrunden“ erschienen auch hochbetagte Zeitzeugen der älteren Schulgeschichte, darunter Frau Prof. Ingeborg Maschmann (Promotionsstudentin in Jena bei Peter Petersen), Frau Wittich-Großkurth (Schülerin der Universitätsschule von Peter Petersen) und sogar Frau Margot Pampel (Schülerin der Universitätsschule von Peter Petersen, aus Australien angereist!). Prof. Hein Retter, der bekannte Historiker der Universitätsschule (s. Literaturverzeichnis auf jenaplan-heute.de!), weist auf die Grußworte von Margot Pampel, Cornelia Cotton (USA) und Rolf Schrade (Mahlow bei Berlin) in der Festschrift der JPS hin: „Alle drei wurden im „Dritten Reich“ auf Grund der Rassengesetze mit ihren Eltern vom NS bedroht, bewerten heute im Rückblick die Petersen-Schule als einen Schutz in dieser Situation und würdigen die Bedeutung Petersens für ihr Leben.“ (http://www.jenaplanschule.jena.de/jps-aktuelles, hr, jb, hd)

Die Winterhuder Reformschule Hamburg (WI•R) hat wieder ein großartiges „MuBa-Fest“ ihres Musikbereichs mit besonderer Unterstützung ihres Fördervereins durchgeführt. Es gab begeisternde Präsentationen mit vielerlei Instrumenten, darunter Banjo, Dudelsack, Gitarren, Cajon, Klavier und Keyboard, mit tollen Einzelsängern und Chören! (WI•R, youtube! hd)

Ev.Schule St.Marien Neubrandenburg (EVA) „English in Action“
Vom 6.9. bis 9.9. 2016 findet an der EVA für die Stammgruppen 13, 14, 15 und 16 das Englisch-Intensivprogramm „English in Action“ statt. Die SchülerInnen praktizieren und erweitern in kleinen Gruppen unter der Anleitung von muttersprachlichen Englischlehrern insbesondere ihre mündliche Sprachkompetenz, wie es so im regulären Englischunterricht nicht möglich ist. Damit wird die bereits im Schulprogramm verankerte Studienfahrt nach England in Klasse 9 oder 10 sinnvoll vorbereitet. „English in Action“ endet mit einer kleinen Präsentation für die Eltern und Interessenten. (EVA, hd)

Der Deutsche Schulpreis ging an die Jenaplanschule Rostock! Leider verspätet ging uns die Nachricht darüber zu, dass die Jenaplan-Schule Rostock den 2. Platz 2015 (mit 25000 Euro dotiert) erhalten hat. In der Laudatio heißt es:
Für die Jenaplanschule Rostock ist Leistung kein Ziel an sich, sondern eher ein mittelbares Ergebnis des pädagogischen Lernklimas. Dieses ist durch eine altersgemäße Strukturierung der individuellen Verantwortung, gemeinsames Lernen und gegenseitige Anerkennung auf eine besondere Art gekennzeichnet. Partizipationskultur, Vielfalt und Inklusion werden auf eine selbstverständliche Art gelebt. Dies alles führt dazu, dass alle Schüler und Lehrer intrinsisch motiviert sind, sich in hohem Maße konzentriert mit ihren Aufgaben beschäftigen und nicht unter Leistungsdruck leiden. Damit schafft die Schulgemeinschaft ein Entwicklungs- und Lernklima, das zu überdurchschnittlichen Leistungen führt. Die Schule arbeitet mit mehrere Formen des differenzierten und selbstorganisierten Lernens.
„Die Strukturierung des Unterrichts an der Jenaplanschule kann vielen anderen Schulen als Leitbild dienen.“ (http://schulpreis.bosch-stiftung.de/content/language1/html/56009.asp , hd)

Jenaplanschüler*nnen und Lehrer*nnen laufen 543 km für den Frieden
Am Donnerstag, dem 21. Juli 2016 machte sich die ganze Jenaplanschule Nürnberg auf zum Hasenbuck, um ihren Friedenslauf zu veranstalten. Die Läufer konnten eine Stunde lang so viele 570m lange Runden laufen, wie sie wollten und schafften. Jede Runde wurde von Sponsoren, die sich die Kinder vorher selbst gesucht hatten, mit einem bestimmten Betrag belohnt, der verschiedenen Friedensinitiativen gespendet wird. Insgesamt legten alle zusammen 953 Runden zurück, was zusammen eine Strecke von 543km ergibt.(JPS Nürnberg, hd)

Erstes Abitur am Jenaplan-Gymnasium in Nürnberg! Nach neun Jahren konsequenter Aufbauarbeit kann sich das Jenaplan-Gymnasium Nürnberg über ihr erstes und sogleich gelungenes Abitur freuen: Sämtliche Oberstufenschüler waren angetreten und haben alle bestanden. Sowohl das gute Schulklima und die engagierten Kolleg*nnen als auch die starke Eigenverantwortung der Schüler*nnen haben ihren Teil zum Erfolg beigetragen: Schulleiter Stefan Wagner betonte gegenüber den Nürnberger Nachrichten, dass das Verhältnis „unter den Mitgliedern der Schulfamilie“ ausgesprochen gut sei. „Wir begegnen uns auf Augenhöhe“. Den Schülern sei bewusst, dass sie die Verantwortung für ihren Lernfortschritt selbst in der Hand haben. „Sie wissen in der Regel ganz genau, wo sie stehen“, sagte Wagner. (NN, sw, hd)

Ende Juli 2016 wurde die Schulleiterin der Evangelischen Schule Berlin Zentrum (esbz) Margret Rasfeld verabschiedet. Wie die kraftvolle und einfallsreiche Schulleiterin schrieb, ist dieser Abschied für sie ein Übergang für weiteres Tun: Sie will auch in Zukunft „Schulen zu Orten transformieren, die Menschen dazu inspirieren, ermutigen und befähigen, eine gerechte, friedliche, ökologische  und inklusive Gesellschaft zu gestalten.“ Dazu gehöre es, auch das „Lernen radikal neu“ zu gestalten und sich „einzumischen“.(esbz, hd)

Manfred Krick vom bedeutenden reformpädagogischen Finken-Verlag wurde die Ehrenmitgliedschaft der GJP angetragen. Ende Juni 2016 teilte uns der Vorsitzende Jens Bitterlich mit: „2014 wurde beschlossen, Herrn Krick die Ehrenmitgliedschaft im Verein anzutragen. Herr Krick hat zugestimmt und wird nun als solcher in den Mitgliederlisten geführt.“ Manfred Krick, Sohn des Verlagsgründers und Schulleiters der Jenaplan-Schule in Frankfurt/M. Wilhelm Krick (siehe KINDERLEBEN. Zeitschrift für Jenaplan-Pädagogik, H.29, Juli 2009, S.4 ff.) hat u.a. KINDERLEBEN aktiv unterstützt.(jenaplan.tumblr.com, fl, hd)

Das Schulfest an der Rheinschule Köln zeigte, wie „Birlikte – Zusammenstehn“ gelebt wird. Nach der Projektwoche mit dem Thema „Der Rhein“ folgten nun Theateraufführun-gen („Die Loreley“), Musikbeiträge, Kunstausstellungen mit Materialien aus dem Rhein sowie Mitmachaktionen zum Spielen und Experimentieren, ein gemeinsamer Auftritt der Chearleader AG mit der Volkstanz AG. Hunderte Kinder und Eltern aus über 20 verschiedenen Nationen feierten zusammen, standen zusammen am Grill, am Buffet und Getränkestand und bewunderten die Aufführungen und Ausstellungen der Rheinschul-Kinder. Ein umfangreiches internationales Buffet fand großen Zuspruch. (rsk, hd)

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund hat im Frühjahr 2016 die Jenaplan-Schule Jena zusammen mit dem Eine Welt Netzwerk Thüringen mit Maria Fronz als Fairtrade-Schule ausgezeichnet. (http://www.jenaplanschule.jena.de/jps-aktuelles, hd)

Ende Juni 2016 fand ein großer Schulausflug der Jenaplanschule am Firstwald/Mössingen statt. „Die Lerngruppen machten sich getrennt voneinander auf den Weg um sich dann – nach einer Sternwanderung – im Schwanholz zum Grillen zu treffen. Die goldene Lerngruppe hatte ein spannendes Programm für den Weg ausgearbeitet. Spielen, essen, reden und lachen wurde nur noch durch den Besuch des Eiswägele getoppt, an dem sich alle Schülerinnen und Schüler eine Kugel Eis abholen konnten.“(jpsMö, hd)

INTERNATIONAL

TAIWAN
Seit längerem sind Pädagog*nnen aus Taiwan dabei, sich den Jenaplan in Theorie und Praxis näher anzuschauen. Schon vor über zwei Jahren besuchten Hospitationsgruppen mit Prof. CHEN Hwei-pang die Freie Schule LernZeitRäume von Signe Brunner-Orawski in Dossenheim bei Heidelberg. (Siehe 1.Edition Sept. 2014!) Ende Juni 2016 erschien nun im Bulletin of Educational Research der Hauptstadt Taipei der Artikel von Professorin Shu-Mei CHANG „On P. Petersen’s (1884-1952) Theory and practice of Jenaplan-School as well as a new way in thinking about Taiwan’s school education reform in remote areas“. Hier wird also der Jenaplan als speziell geeignet für die Schulreform in „entfernten“ Landesteilen angesehen. Chang besuchte des öfteren die Schule am Rosenmaar in Köln. Nach Informationen von Walter Heilmann (langjähriger, jetzt ehemaliger Schulleiter der Kölner Schule am Rosenmaar) stand im Mai 2016 auch die Gründung der ersten Jenaplanschule Asiens an, die wie die chilenische Jenaplan-Schule Colegio Kopernikus in Patagonien von Walter Heilmann beraten wird! (wh, hd)

JAPAN
„Jenaplan und Inklusion“: Die Professorin Shoko Suzuki hospitierte im
Frühjahr an der Peter-Petersen-Schule (Jenaplan- und Unesco-Projekt-Schule) in Berlin
Neukölln. Am 12.6.2016 hielt sie im Rahmen der traditionsreichen World-Education
Fellowship (WEF) Japan an der Universität Kyoto einen Vortrag darüber mit dem Thema
„Inklusion am Beispiel der Peter-Petersen-Schule Neukölln“.(hgg, hs, hd)
Die deutsche Dozentin Frau Dr. Andrea Germer lehrt an der Kyushu-Universität in Japan. Zusammen mit ihrem Doktoranden und Mittelschullehrer Mr. Mano hospitierte sie im März 2016 in der Freien Schule Lernzeiträume in Dossenheim. Zurück in Japan zeigte Mano in einem Lichtbildervortrag den Jenaplan als ein Beispiel für die Inklusion (auch) sexueller Minderheiten. (mb/lzr, hd)

CHILE
Durch die Lage ihrer Schule in einer wunderschönen Landschaft, mit dem großen See Lago Llanquihue vor der Haustür und den schneebedeckten Anden im Hintergrund befindet sich der Colegio Kopernikus in Fruttillar/Chile bereits in einer „privilegierten Situation“. (Siehe die vielen aussagekräftigen Bilder auf www.kopernikus.cl !) Die Schule anerkennt die 20 Basisprinzipien des Jenaplans (Los 20 principios básicos de la enseñanza Jenaplan). Ein ausführlicher Bericht von Walter Heilmann über die Entstehung dieser Schule findet sich bereits im letzten Heft von KINDERLEBEN. Zeitschrift für Jenaplan-Pädagogik H.40, Okt. 2015, S.17-21! Auch der bewusst gewählte Name des großen polnischen Astronoms und Naturforschers Kopernikus verpflichet: Die Schule will solche Menschen aus den verschiedenen Schichten heranbilden, die mit der direkten Umgebung und Natur verbunden sind und gemeinsam mit anderen ihre individuellen und sozialen Fähigkeiten entwickeln. Der Jenaplan bejahe die Gruppierung von Kindern in ihrer Heterogenität und wolle auf dieser Basis auch die kognitiven, handwerklichen und musischen Fähigkeiten fördern. Durch die enge Kooperation mit dem „See-Theater“ und der Kunstschule nehmen die SchülerInnen (bisher 6 Jahrgänge) regelmäßig bei interaktiven Präsentationen von Theater, Tanz, Musik teil. Die „Kopernikus-Gemeinschaft“ feiert mit den Familien der Schüler*nnen auch die längste Nacht des Jahres, in der ein neuer Naturzyklus beginnt: In inniger Gemeinschaft mit den indigenen Völkern des Kontinents begehen sie die Wintersonnenwende (in der südlichen Hemisphäre am 21.6.) mit einem großen, wärmenden und alle verbindenden Feuer. (www.kopernikus.cl ,KL40, hd)

BELGIEN
Alljährlich führt die Belgische Jenaplan-Vereinigung zwei je 1-tägige Studientage durch: Der diesjährige „Jenaplan-Tag der belgischen Jenaplan-Schulen“ findet am 30.9. in Mortsel bei Antwerpen unter dem Thema „Der ‚Ertrag‘ – das bin ich“ statt.
Es geht um Inspiration, Austausch und die Klärung neuer Entwicklungsschritte an den eigenen Schulen. Am 12.10. findet dann in Gent ein vom Geschäftsführenden Vorsitzenden des Niederländischen Jenaplan-Verbandes (NJPV) Jaap Meijer organisierter „Bunter Tag für niederländische und belgische Jenaplan-Schulen“ statt. „Bunt“ steht hier für Diversität, Multikulturalität und die Herausforderungen und Chancen der Arbeit mit Kindern aus vielerlei benachteiligten Familien. Zwei Referenten, der Soziologe Orhan Agirdag und der Pädagoge Luc Heyerick werden Vorträge über „Segregation in der Schule“ bzw. über „Unterricht in der Muttersprache“ halten. (www.facebook.com/BelgischeJenaplanVereniging, ssdf, hd)

ÖSTERREICH
Der integrale Vortrag der Professorin Dr. Susanne Herker, Graz über „Die Entwicklung des österreichischen Jenaplans – Von einem leisen, mutigen Start zum landesweiten Echo“ im Rahmen der Jenaplan-Tagung der GJP vom 15.4.2016 an der Peter-Petersen-Schule in Berlin-Neukölln findet sich jetzt auch auf dieser Website unter jenaplan-heute.de/Geschichte!

 

JENAPLAN-NACHRICHTEN-TICKER            –           4. EDITION VOM 20.3.2016

DEUTSCHLAND

ZITAT der Saison:

„Sei großzügig mit deinen Stärken, sie gehören nicht dir allein,

verschenke sie! Du brauchst nicht die Ergebnisse deiner Arbeit zu sehen.

Alles hat Auswirkungen, entspanne dich, lebe in Freude und Dankbarkeit!“

Joanne Macy

Freundschaftlicher Empfang syrischer Schüler*innen durch die Schüler*innen der Peter-Petersen-Schule in Berlin-Neukölln. In einer gemeinsamen Aktion des Evangelischen, Islamischen, Katholischen Religionsunterrichts und von Lebenskunde vom 17.2.2016 sammelten die Schüler*innen der oberen Stammgruppen (Jahrgänge 4-6) der PPS viele Spenden, darunter auch von ihnen selbst bedruckte Stoffbeutel, Lese- und Schreibhefte. Drei syrische Flüchtlingskinder Abdallah, Rose und Abdel Salem waren zu einer Informationsrunde eingeladen. Sie beeindruckten mit ihrer Offenheit und ihrem Mut, über ihre doch sehr schweren Erlebnisse auf der Flucht zu berichten. Die Schüler*innen der PPS gaben in der Schulzeitung „Der Pieter“ ihre Eindrücke von der Begegnung mit großer Empathie wieder: „Die Kinder haben schon mehr von der Welt gesehen als ich in meinem ganzen Leben“ (Jan Marc). „Das Mädchen sah sehr nett aus, ich hätte mich nicht getraut, vor so vielen Menschen zu reden“ (Helena). „Wir sollten eine Willkommensklasse aufmachen“ (Sophie). „Ich konnte mit Rose reden, da sie auch türkisch sprechen konnte“ (Selma). „Ich fand es cool, dass sie mit uns gespielt haben“ (Aysenur). „Sie haben im Krieg Freunde und Verwandte verloren. Sie mussten ihre Heimat verlassen, das finde ich sehr schade.“ (Nayef). Den Eltern wurde ausdrücklich für ihre engagierte Mithilfe bei der Spendenaktion gedankt. (dp, cwf, hd)

Die Vorbereitungen für die Jahrestagung der Gesellschaft für Jenaplan-Pädagogik am 15./16.4.2016, diesmal in der Peter-Petersen-Schule in Berlin-Neukölln, sind fast abgeschlossen. Entsprechend dem Thema „Miteinander leben und lernen in einer sich verändernden Welt“ werden auch internationale Gäste aus Holland, Belgien und Österreich erwartet, darunter die Grazer Professorin Susanne Herker und das Schulleitungsteam aus Gent mit Sofie Strobbe und Isabelle Porter.(hgg, hd)

Fächerübergreifender Unterricht findet mehr Interesse. Der Deutsche Lehrerpreis 2015 wurde an Ronald Wappke vom Herder-Gymnasium in Berlin-Lichtenberg verliehen. Die Schüler loben ihn: „Er spricht mit uns auf Augenhöhe und nimmt uns ernst.“ Als Fachlehrer für Geschichte, Politik und Englisch in einer 10. Klasse stellt er durchaus hohe und zugleich sehr motivierende Forderungen: Er erteilte ihnen zum Beispiel den Auftrag, einen Wikipedia-Eintrag auf Englisch verfassen, in dem sie den Überfall Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion erklären. (Tagesspiegel Berlin, 30.11.2015)

Die Evang. Schule Neubrandenburg führt im April 2016 eine Reise nach Avignon und Barcelona (Gaudís Sagrada Familia, Picasso-Museum, Benediktinerkloster Montserrat) durch. Die Spanisch-SchülerInnen schreiben ihr Reisetagebuch in spanischer Sprache, die anderen auf Deutsch. Außerdem fertigen die ReiseteilnehmerInnen eine Studienarbeit zu einem mit der Studienreise im Zusammenhang stehenden Thema in einem selbstgewählten Fach an. Die Schule ist seit Sept. 2015 auch im Erasmusprogramm für zwei Jahre mit vier anderen europäischen Schulen in Spanien, Großbritannien, Polen, Italien verbunden! (eva, hm, sb)

Jugendliche werden in Berlin auch heute, 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, täglich mit den Spuren der Teilung konfrontiert, ohne sie deuten zu können. Mit der entstandenen Schatzsuche wollen die Zeitenspringer der „Weiterführenden Evangelischen Schule Berlin Zentrum“ andere Jugendliche auf eine Zeitreise durch die Mitte Berlins schicken. Die Mitspielenden sollen mit den BewohnerInnen in Kontakt treten und über versteckte Hinweise und zu lösende Rätsel Informationen zur Geschichte des Mauerbaus, der DDR, West-Berlins und der Wiedervereinigung erhalten.(esbz)

Die Regenbogen-Grundschule Köln verschickte in einer großen Aktion viele Pakete zu notleidenden Kindern in Russland, Moldawien und in der Ukraine.(sa rbs)

Im Rahmen des Projekts „Schreibland-NRW“ eröffnete die OGS Bildchen bei Aachen im Januar zusammen mit der Kinderbuchautorin Claudia Satory-Jansen die Schreibwerkstatt „Zwischen Himmel und Erde“. Die Kinder schrieben Kurzgeschichten, die zu einem kleinen Buch gebunden wurden. Hier konnten die Kinder selbst einmal in die Rolle von Texteschreibern, Dichtern oder Buchautoren schlüpfen! (ogs Bildchen)

In der Laborschule Dresden gab es um die Jahreswende eine ganze Reihe von karitativen Aktionen zugunsten von syrischen Flüchtlingen ( Kuchenbasar, Benefizkonzert, gespendete und reparierte Räder). Außerdem beschäftigte sich ein Workshop der Sekundarstufe mit dem Thema „Asyl und Flucht, welcher im Rahmen des Schuljahresprojektes „Play fair“ an drei Tagen Anfang Januar 2016 stattfand. Dort wurden sowohl die Fluchtursachen in der Welt untersucht als auch Wege zu ihrer Beseitigung und Möglichkeiten zur Hilfe erörtert.

Der neue Schulleiter der Laborschule Dresden Stephan Schulze fasst die Eindrücke seiner „Antrittsbesuche“ bei Hospitationen in den einzelnen Lerngruppen so zusammen: Mich hat „die überall spürbare Offenheit und die Lust am Lernen begeistert. Die Pädagoginnen und Pädagogen haben sehr großes Zutrauen und Vertrauen in ihre Schülerinnen und Schüler. Ich habe einen sehr dynamischen Schulalltag kennengelernt – eine ‚Schule auf dem Weg’.“ Und die Assistentin der Schulleitung zeigte sich beeindruckt davon, „dass die Schüler gerne länger in der Schule bleiben und sich über Ferien sogar ärgern.“ (ms, laborschule-newsletter/personalia, hd)

Warum Tschechisch? Hierzu schreibt die 1. Jenaplanschule im Erzgebirge: Bedingt durch die Grenznähe des Standortes Markersbach bietet sich Tschechisch als erste Begegnungssprache an. Ein gutes Verhältnis zu den tschechischen Nachbarn ist der erste Schritt auf dem Weg zu Verständnis und Anerkennung anderer Kulturen und Lebensweisen. Mit Tschechisch lernen die Kinder zudem eine slawische (östliche) und mit Englisch (ab Kurs 3) eine westliche Sprache. Über Tschechisch gelingt es leicht, Zugang zu anderen slawischen Sprachen zu finden. Verfügen die jungen Menschen über solche Sprachkenntnisse, haben sie auf dem zukünftigen Arbeitsmarkt „Europa“ gute Chancen.(jps mb, hd)

Der Kurs der Weihnachtsprojektwoche 2015 „In Jena auf der Flucht – eine journalistische Recherche setzte sich damit auseinander, wie es Menschen geht, die aus ihrem Heimatland geflohen sind. Die Kinder kamen aus den Jahrgangsstufen vier bis acht. Sie erstellten für die Präsentation verschiedene Plakate über Flüchtlinge. Die Gruppe bot verschiedene Vorstellungszeiten an. (ml, kulturanum)

Anlässlich des Jahrestages der Unterschreibung des Elysée-Vertrags, welcher die besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich festlegt, feierte auch die Impulsschule in Schmiedefeld am 25.1. 2016 ihren jährlich stattfindenden Deutsch-Französischen Tag mit vielen kleinen lexikalischen Übungen zur bevorstehenden Fussball-Europameisterschaft im Fußball in Frankreich.U.a. wurden die Ländernamen auf Französisch geübt, Rätsel zu den Flaggen der Länder oder auch zur Fußball-Fachsprache. Die Körperteile wurden auf Französisch vermittelt und spielerisch geübt. Eine Gruppe bereitete Crêpes vor, die sie in der Mittagspause zum Verzehr anboten.(is schmiedefeld)

Die Sternsingeraktion der Grundschule Bonbaden erbrachte im Januar 2016 700 € für Kinder in ärmeren Gegenden der Erde. (gsBb)

In der Evangelischen Grundschule Freienseen gab es einen SchulleiterInnenwechsel der besonderen Art. Die bisherige Schulleiterin Barbara Muthmann, die in den vergangenen 16 Jahren die Schule mit großem Engagement aufgebaut und geleitet hatte, möchte wieder – an ihrer Schule – „nur unterrichten“. Sie wurde in einem ergreifenden und humorvollen Akt von der ganzen Schulgemeinde „verabschiedet“ und von drei engen WeggefährtInnen gesegnet, darunter Dr.Barbara Kluge.(GAZ, lb, hd)

„Medientag in WeimarEnde Dezember 2015 organisierte die Stammgruppe „Falken“ der Weimarer Jenaplan-Schule einen Medientag mit Frau Dr. Iren Schulz. Es ging vor allem um Cybermobbing und darum wie man diesem Unwesen aktiv entgegen treten kann. Kurzgeschichten wurden entwickelt und ein Comic dazu gestaltet. Die SchülerInnen fanden diese Arbeit anregend, kreativ und auch lustig. (hk, hd)

Evangelische Grundschule Bad Langensalza gedachte der Opfer des Terroranschlags von Paris und beteiligte sich an der europaweiten Schweigeminute. Sie will den Kriegsflüchtlingen weitere Unterstützung gewähren.(ev-gs-badlangensalza)

Sponsorenlauf für Spenden zugunsten von Flüchtlingen an der Freien Schule LernZeitRäume in Dossenheim. Nachdem sich die SchülerInnen im Unterricht immer wieder mit dieser Thematik beschäftigt hatten, wollten sie nun auch selbst helfen, und zwar für die Unterstützung der Flüchtlinge im eigenen Ort. Der Ertrag von 8600 € (!) erfüllt die Schüler der nicht sehr großen Schule mit Stolz. (LZR, dw)

Die „lila Lerngruppe“ der Jenaplanschule Mössingen führte das Projekt Menschen auf der Flucht durch. Sie bekamen auch Besuch von Vanessa Zeeb, die Soziale Arbeit studiert und nebenbei in einem Flüchtlingsheim in Heidelberg arbeitet. Die Studentin erzählte von den über 450 Flüchtlingen in dem Heim und ging auf die Fragen der SchülerInnen ein. (jk, js , hd)

SchülerInnen des Jenaplan-Gymnasiums Nürnberg haben unter Leitung ihres Mitschülers Ben ein hübsches, informatives Video über Leben und Arbeit an dieser Schule erstellt.(jenaplangymnasium.de)

INTERNATIONAL

Die seit vielen Jahren an der KPH Graz laufenden Lehrgänge für Jenaplan-Pädagogik tragen immer mehr Früchte: Am 25. Februar 2016 fand in Graz das 1.“Netzwerktreffen Jenaplan-Pädagogik statt. Die Koordination lag bei Mag. Clemens Karner. Beiträge lieferte Dr. Susanne Herker, Lehrgangsleiterin der ersten Stunde, Schulen brachten „Blitzlichter aus der Praxis“ ein. Die Ausbreitung des Netzwerks wurde eindrucksvoll an der Landkarte der bisher ca. 25 „Volksschulen mit Jenaplan“ in der Steiermark (von der Größe Thüringens!) sichtbar. Es wurde festgelegt, im Halbjahresrhythmus weitere Netzwerktreffen durchzuführen! (jenaplan.at, hd)

Jenaplan-Schule De Feniks (Gent) nimmt teil an dem riesigen Antikriegsprojekt ComingWorldRememberMe, die gut zum Jahresthema der Schule „Zusammenleben“ passt. Ein Vater hatte zurTeilnahme angeregt. In der Aktion soll mit 600 000 Tonfigürchen der 600 000 internationalen Opfer des 1. Weltkriegs auf den Schlachtfeldern Flanderns gedacht werden. Die Schüler (und alle anderen Teilnehmer der Aktion) bereiten zwischen 2014 und 2018 die großflächige Kunstinstallation vor. Zu jeder Figur gehört ein „dog tag“ (Erkennungsmarke), ein universales Identifikationssystem für die Frontsoldaten: Darauf steht der Name des gefallenen Soldaten aus der digitalen Namensliste und – jetzt auch – der Name des Herstellers der Figur. So werden die verschiedenen Nationalitäten und Generationen im gemeinsamen Gedenken verbunden.(jpsdf, stad gent)

 

JENAPLAN-NACHRICHTEN-TICKER   –  3.EDITION vom 22.11.2015

DEUTSCHLAND

ZITAT der Saison:                                                                                                                                                                                                                                                                     „Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen,                                                                                         
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.                                                                                                                          
Heute weiß ich, das nennt man ‚Reife‘.“ (Charly Chaplin)

Wir stellen erfreut fest: Es gibt wieder eine Reihe neuer Jenaplan-Schulen oder jenaplan-naher Schulen. Es sind dies Schulen in Mössingen, Wangen, Dresden, Boxberg, Berlin, Köln! Siehe die erweiterte Schulliste! In Chile gibt es jetzt die Jenaplan-Schule „Colegio Kopernikus“ in Fruttillar/Patagonien. Die Kontaktdaten und ein interessanter Bericht von Walter Heilmann finden sich ebenfalls unter der Rubrik SCHULEN, dort unter Jenaplan-Schulen international! (wh, tj, hd)

Das internationale Interesse am Jenaplan wächst weiter: Im Juni 2015 war das Chinesische Bildungsfernsehen zu Gast in der Peter-Petersen-Schule Berlin Neukölln.(hg, hd)

Ein zunehmend wichtiges Thema der deutschen Schulen, besonders auch der Jenaplan-Schulen ist das Zusammenleben zwischen deutschen SchülerInnen und solchen nicht-deutscher Herkunft. Die Jenaplan-Schulen, gerade die in den deutschen Ballungsgebieten, haben damit oft schon jahrzehntelange gute Erfahrungen. Diese sammeln und reflektieren wir auf der Frühjahrstagung 2016 der Gesellschaft für Jenaplan-Pädagogik in der Peter-Petersen-Schule Berlin (15./16.4.2016), die unter dem Motto stehen wird „Globales Lernen – Miteinander leben in einer sich verändernden Welt.“ Im Vorfeld suchen wir interessante kurze Darstellungen  einzelner Aspekte dieser Arbeit in unseren Schulen oder die Bereitschaft in einschlägigen Workshops aktiv mitzuarbeiten. Evtl. auch Empfehlungen abgeben für einschlägige ReferentInnen!  Bitte wenden Sie sich an Hartmut Draeger vom Förderverein der PPS – Kontaktdaten siehe Impressum dieser Website! (rw, hg,  cg, hd)

Die „JENAPLANisierung“ der Schulen geht weiter: Nachdem in Berlin trotz der Abschaffung des gesetzlichen JÜL-„Zwangs“ 2/3 der Grundschulen mit dem Jahrgangsübergreifenden Lernen freiwillig weitermachen, breitet sich die Jenaplan-Einsicht, dass SPIEL und Spielerisches einen wichtigen Platz auch im schulischen Lernen einnehmen sollte („Gespräch, Spiel, Arbeit, Feier“) weiter aus. Nun gewann die Löwenzahn-Grundschule im Neuköllner Richardkiez Spiele im Wert von über 2000 Euro. Sie hatte gemeinsam mit 200 anderen Schulen in dem bundesweiten Wettbewerb des Vereins „Mehr Zeit für Kinder“ und der Initiative „Spielen macht Schule“ (www.spielen-macht-schule.de) das „beste Konzept für (ihr) Spielzimmer“ eingereicht und gewonnen. (Berliner Woche/SB, hd)
Jenaplan 21 von Kees Both, jetzt in der 3., unv. Auflage! Jenaplan 21, die auf der Grundlage der Arbeit von über 200 niederländischen Jenaplan-Schulen erarbeitete Aktualisierung des Jenaplans für unser Jahrhundert ist in der 3. Auflage erschienen! Jenaplan 21 ist  eine unentbehrliche praktische Hilfe für alle KollegInnen, die auf der Basis des kind- und gruppenorientierten Jenaplans ihre Schule erneuern wollen – in großen Linien, aber auch in vielen konkreten Details einer humanen Pädagogik. – Kees Both (2001; 3. Aufl. 2015), Jenaplan 21. Schulentwicklung als pädagogisch orientierte Konzeptentwicklung, hg. von OskarSeitz, Baltmannsweiler ISBN = 978-3-8340-1444-3

Die Peter-Petersen-Schule in Berlin-Neukölln feierte im März 2015 das 20-jährige Bestehen ihres sehr erfolgreichen Fördervereins. Die Feier zeigte einmal mehr den über Jahrzehnte hin weltoffenen, im besten Sinne multi-kulturellen Charakter dieser Schule auf der Grundlage der universalen Kinderrechte. Siehe den Bericht von dieser Feiern in KINDERLEBEN. Zeitschrift für Jenaplan-Pädagogik H.40, Okt.2015, auch auf dieser Website jenaplan-heute.de unter der Rubrik „Feier“!

 

JENAPLAN-NACHRICHTEN-TICKER   –   2.EDITION vom 09.03.2015

DEUTSCHLAND

ZITAT der Saison:
„Das System Schule ist eine konfliktreiche Bühne mit einem großen Orchester, dessen Instrumente immer wieder neu gestimmt werden müssen, damit ein harmonisches Zusammenspiel entsteht.“ (Vorspann zum Konzept der ggs Lobeda-West Kulturanum Jena)

Seit diesem Schuljahr können Grundschulen nun auch in Bayern bis zum Ende der dritten Klasse auf Zeugnisse verzichten und stattdessen Eltern und Schüler zum Lernentwicklungsgespräch einladen. Zunächst nahmen ein Drittel, d.h. 800 Schulen von dieser Möglichkeit Gebrauch.Nach Auskunft der beteiligten Schulen hat sich die Mühe des je 30-minütigen Gesprächs gelohnt, mit Schülern und Eltern in einen Dialog zu treten. Jenaplan-Schulen in den Niederlanden haben niemals Noten verwendet.(Tsp.24.2.2015, ab, hd)

Die Abiturientin Naina aus Köln twitterte ihre Kritik am Schulsystem in die Welt – und das Echo war gewaltig. Sie hat mit ihrem Tweet offenbar den Nerv vieler getroffen: Sie kritisierte die Schule als lebensfremd. (Tagblatt/wn 13.-15.1.2015)

Unter dem vielseitig gestalteten Moto „Der Kapitän verlässt das Schiff“ verabschiedete die
Gemeinschaftsgrundschule Katterbach nach 26-jähriger SL-Tätigkeit Ende Januar 2015 ihren Schulleiter Dr. Tilman Petersen. Er war noch von Werner G. Mayer zu dieser Tätigkeit überredet worden. Sein Motto war es immer, „alle ins Boot zu holen, die mit der Schule zu tun haben und die Schule mit voranbringen können – Schule als tatsächliche Gemeinschaft.“ Für die Zeit seines „Ruhestands“ wurde „Unterricht für Klavierschüler“ vorgeschlagen. Als Chef sei er immer „Mensch geblieben“, verlautete aus seiner Umgebung. jph wünscht ihm nun weitere aktive und kreative Jahre! (ggs-katterbach, hd)

Anfang Mai feiert die Gesellschaft für Jenaplan-Pädagogik (GJP) ihr 25-jähriges Bestehen. Wir gratulieren! (jph, hd)

Die GGS Balthasarstr. in Köln erhielt Ende letzten Jahres den Schulentwicklungspreis der Unfallkasse NRW in Höhe von 7.980 Euro. Ausgezeichnet wurde sie für den hohen Grad an Schülerbeteiligung bei Gestaltungsprozessen in der Schule und die erfolgreiche Verzahnung der schulischen Aktivitäten mit den Angeboten im Ganztag. Prämie.

Unser Lernraum-Gelände befindet sich in einem verkehrsberuhigten Areal am Südhang des Muldentals mit direkter Waldanbindung. Bewusst haben wir Lernorte für das “Unterrichten im Freien” geschaffen: Holzsitzkreis, Freilichtbühne, Musepark. Ein besonderer Ort zudem ist unsere Schutzhütte – welche zu jeder Jahreszeit naturnahes Lernen ermöglicht und vielfältig genutzt wird.(Christl.Lernraum Döbeln-Technitz, hd)

Gemeinsam mit dem Umweltminister und der Kultusministerin durchstreiften 60 Dresdener Schulkinder, darunter auch SchülerInnen der Natur- und Umweltschule Dresden, den Prießnitzgrund in der Dresdner Heide. Sie erforschten an einem schönen Sommertag die dort vorhandene Artenvielfalt. Zusammen mit der Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) sammelten sie Insekten und Pflanzen ein und bestimmten sie anschließend.(nus-dresden, hd)

Medienberichten zufolge wurden Hunderte von entführten afrikanischen Mädchen Opfer von Zwangsverheiratung und Vergewaltigung oder sie mussten zum Islam konvertieren. Der Fall der Mädchen erregte weltweit großes Aufsehen. In einer Twitter-Kampagne unter „#BringBackOurGirls“ sollten die Mädchen zurückverlangt werden. Im Rahmen eines Projektes hat sich die Jenaplan-Schule Jena für diese Kampagne stark gemacht, um die Mädchen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. (jps-jena, hd)

Dr. phil. des. Lars Förster erstellte im Rahmen des ZLB der Universität Chemnitz eine Foto-Ausstellung über die frühen Zeiten des Jenaplans. In der Broschüre zur Ausstellung heißt es, sie wolle auch „Anregungen für die moderne Unterrichtsgestaltung zu geben. Idealerweise können angehende Lehrer bisher unbekannte reformpädagogische Methoden kennenlernen und in ihren künftigen Unterricht integrieren“. Titel der Broschüre: Lars Förster (2014), arbeiten. sprechen. spielen. feiern. Die Praxis der Reformpädagogik im 20. Jahrhundert. Universitätsverlag Chemnitz. Aktuell wird der riesige Fotobestand der Uni Chemnitz (über 3000 Fotos) in enger Kooperation mit dem Archiv der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung in Berlin erschlossen und soll im Rahmen eines längerfristig angelegten Projektes umfassend wissenschaftlich untersucht werden. Zudem dient der Fotobestand – dem Ziel der Ausstellung entsprechend – der Grundschullehrerausbildung an der Technischen Universität Chemnitz hinsichtlich erziehungswissenschaftlicher Forschungsmethoden. (zlb Universität Chemnitz, hd)

„Satire“-Projekt des Oberstufenkurses der Jenaplan-Schule Markersbach. Zum Thema „Satire“ wollten die SchülerInnen ihren Schulalltag einmal genau unter die Lupe nehmen und die alltäglichen oder besonderen Begebenheiten etwas überspitzt und mit einem Augenzwinkern darstellen. So wurden mit diesem Stück auch eine bleibende Erinnerung an die Schulzeit geschaffen. Es waren auch viele emotionale Augenblicke bei den Proben und in der Aufführung dabei (jps Markersbach, hd)

Exkursion zur Ausstellung „Heimatfront“ 100 Jahre Erster Weltkrieg. – Im Rahmen ihres Obergruppenprojekts „Krieg & Frieden“ unternahmen die „Pumas“ einen Ausflug zum Stadtmuseum Jena. Sie zeigt Jena während des Krieges. Dort konnten die Schüler und Lehrer zu verschiedenen Themen arbeiten, wie z.B. Lazarette oder Frauen im Krieg. Die SchülerInnen sammelten auch Kleinigkeiten für ein Paket an das Flüchtlingsheim in Eisenberg. Sie wollen ja ihr Bestes tun, um den Menschen aus den heutigen Krisengebieten zu helfen. (Hannah-Charlotte Peuker, Kaleidoskop-Schule Jena, hd)

Winterwandertag des Fördervereins. Rund 40 (!) Familien der Schule trafen sich Ende Februar zum Familienwandertag des Fördervereins. Von Friedrichroda am Rennsteig aus wanderten sie zur Marienglashöhle. Dort bekamen sie eine erlebnisreiche Kinderführung. In Reinhardsbrunn stärkten sie sich mit einer Bratwurst für den Rückweg nach Friedrichroda. (Ev. Grundschule Gotha, hd)

Starkes Kulturprojekt an der Grundschule in Freienseen mit dem Künstler Oliver Steller, den Kindern , LehrerInnen und Eltern: Balladen wurden vorgetragen, Goethes »Zauberlehrling«, Brechts »Der Fisch mit dem Namen Fasch« und »Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland« von Fontane, aber auch Texte, die die Kinder verfasst hatten. Viele der Jungen und Mädchen konnten die Gedichte bereits mitsprechen. Begeistert waren auch die Eltern. (Ev.Grundschule Freienseen, hd)

Die Herkunft unserer Schüler. Die Freie Schule LernZeitRäume in Dossenheim zeigt auf einer einschlägigen Karte, dass ihre Schüler nicht nur aus dem nahen Heidelberg kommen, sondern selbst in Mannheim, Neckargemünd und Weinheim, Hockenheim und Malsch zu Hause sind. (Freie Schule LernZeitRäume, hd)

Projekttag „Eine Welt“ für Eltern und Schüler (Jan. 2015) Handys und Klamotten waren im Januar Thema des Elterprojekttages für die Mittelstufe. Aber nicht die neusten Trends und Modelle standen zur Diskussion, sondern die Förderung der Rohstoffe, die Herstellung und die Lebensbedingungen der Arbeiterinnen und Arbeiter in den Produktionsländern.“In Bangladesh muss schon ein 12jähriges Mädchen jeden Tag 16 Stunden nähen, und ihr Monatslohn ist trotzdem noch niedriger, als mein Taschengeld, für das ich eigentlich nichts tun muss,“ fasste eine Neuntklässlerin zusammen. Am Nachmittag machten sich die Acht-, Neunt- und Zehntklässler auf den Weg in die Nürnberger Innenstadt, um fair und umweltfreundlich hergestellte Produkte zu finden. (jenaplangymnasium Nürnberg, hd)

Jenaplan-Tagung Lübbenau Fr. 20.3./Sa.21.3.2015

Fr. 15 h Ankommen/Anmeldung
16 h Begrüßung in der Aula
16.30 Vortrag „Veränderte Kindheit – veränderte Schule“
von Fr. Prof. Maria Fölling-Albers, Uni Regensburg
18 h Kleines Buffet im Speiseraum
19.30 h Theatervorführung des Jenaplanhauses
„Pippi Langstrumpf“

Sa. 09 h Bunter Jenaplan-Markt
10.00-11.30 h Workshop-Runde 1
11.30 h Mittagspause und Mittagessen
im Speiseraum
12.30 h – 14.00 h Workshop-Runde 2

14.00 h Abschluss und Ausblick

INTERNATIONAL

In Südchile wird zur Zeit eine Jenaplan-Schule aufgebaut! Es ist zu erinnern, dass Peter Petersen Ende der 1920-er Jahre in Chile den schwierigen Versuch unternahm, das Schulsystem nach den Vorstellungen des Jenaplans zu reformieren. (as, bk, hd)

Die Europa-Universität Flensburg (EUF) und das Deutsche Lehrerbildungsinstitut Wilhelm von Humboldt (LBI) mit Sitz in Santiago de Chile kooperieren zukünftig in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Dr.Alban Schraut, Rektor des LBI, sieht in der neuen Kooperation der beiden jungen, lehramtsbildenden Hochschulen nur Vorteile: „Der Gewinn für beide: Studierenden wie Lehrenden gleichermaßen durch gegenseitigen Austausch und gemeinsame akademische Lehr- und Forschungsarbeiten Augen zu öffnen, Horizonte zu weiten, neue Welten entdecken zu lassen und die Möglichkeiten zu bieten, voneinander und miteinander zu lernen“. Die chilenische Lehrerstudentin Alejandra Acuna Ronc vom LBI führt in diesem Frühjahr ihr deutsches Schulpraktikum an der Finkenburg-Grundschule in Aurich und anderen deutschen Schulen sowie an der PH Heidelberg durch. Die Finkenburg-Grundschule soll Partnerschule des LBI in Chile werden.(euf, as, hps, fas, hd)

Die KGS Bildchen (Aachen), die Schule unweit des Dreiländerecks Belgien-Niederlande- Deutschland. In der Schule stark vertretene Sprachen der Nachbarländer Deutschlands sind Niederländisch, Französisch, Polnisch. In den Wochenabschlussfeiern werden auch kleine niederländische oder französische Beiträge dargeboten. Immer wieder findet ein Austausch mit niederländischen Schülern und Lehrern statt. Euregio-Wissen wird im Sachunterricht aufgebaut: „Entdeckungsreise durch die Euregio“ , Internet-Recherchen über Aachen und die Nachbarländer, Zeichnen einer Euregio-Karte mit Städten und Provinzen sowie Entwürfe einer Euregio-Fahne.

„Firelight talk“ am Anfang der menschlichen Kultur…
Das abendliche Lagerfeuer hat maßgeblich zur Entwicklung der Kultur beigetragen. Davon geht die US-Anthropologin Polly Wiessner von der Universität Utah aus, die ein halbes Jahr lang die Tagesabläufe von Buschmännern verfolgt hat. Sie stellte dabei fest, dass etwa 75 Prozent aller Gespräche am Tage der Organisation von Arbeit beziehungsweise der Regelung von sozialen Beziehungen galten. In den Abendstunden wechselten die Themen jedoch. 81 Prozent der Unterhaltungen drehten sich dann um die Erlebnisse des Tages. Außerdem wurde getanzt und gesungen und die Gruppenmitglieder erzählten sich gegenseitig Geschichten. Am abendlichen Feuer konnten sich die Jäger und Sammler der Gemeinschaft widmen, ohne die produktiven Aktivitäten des Tages zu vernachlässigen. Es sei somit ein wichtiger Grundstein für intime Gespräche am Feuer und unseren Hunger nach Abend- und Nachtgeschichten, die Entwicklung von gesellschaftlichen Strukturen und kulturellen Institutionen gewesen. Für das Zusammenleben in einer Gemeinschaft seien diese Aktivitäten sehr wichtig, schreibt Wiessner. Am abendlichen Lagerfeuer werden demnach kulturelle Werte und Normen gefestigt und weitergeben. (Tsp.23.9.2014, nach dpa und PNAS)

 

 

JENAPLAN-NACHRICHTEN-TICKER – frühere Editionen

Die Kurznachrichten von jenaplan-heute.de sind wertvolle Hinweise auf das bedeutende Potenzial des Jenaplans. Darum werden sie als Fundgrube und Anregung im Folgenden aufbewahrt!

Jenaplan-Ticker 1. Edition vom Sept. 2014

DEUTSCHLAND

Beim Auftakt der Jenaplantagung der GJP im Rahmen der Feierlichkeiten 20 Jahre Jenaplanschule Hungen (28.03.2014) erinnerte die Stadtverordnete von Hungen u.seit den Anfängen der Jenaplan-Schule engagierte Elternvertreterin Sylvia Ruppel in ihrem Grußwort an die Anfänge dieser Jenaplanschule. Ein starker Impuls sei auch hier eine Hospitationsfahrt des Schulleiters Günther Pohl zusammen mit seinem entwicklungsfreudigen Kollegium und engagierten Eltern zu niederländischen Jenaplan-Schulen gewesen. Bei dem langen, beharrlichen Aufbau zur Jenaplan-Schule seien die Anregungen der Eltern von Schulleiter und Kollegium ernst genommen worden. Sie seien in vielerlei Projekten involviert gewesen und hätten in der Schulgemeinde konstruktiv mitwirken können. Auch die Zusammenarbeit mit Kirchengemeinde und Vereinen habe eine eine wichtige Rolle gespielt. Die heute 26-, 27- und 28-jährigen Jenaplan- Kinder von damals erinnerten sich noch gerne an die gemeinsamen Projekte und Feiern.(sr, khp, hd)  

Am 25. Februar 2014 ist die ganze Peter-Petersen-Schule Großenwiehe nach Flensburg ins Kino gefahren. Wir haben den Film „Auf dem Weg zur Schule“ gesehen.(Teile davon liefen auch im Fernsehen!) Der Film zeigt auf imposante Weise, was Kinder anderer Länder auf sich nehmen müssen, um zur Schule zu gelangen. Da ist zum Beispiel das kenianische Geschwisterpaar, das täglich 15km zu Fuß durch die Savanne läuft (nur Hinweg!) und sich vor Löwen, Elefanten und anderen Gefahren in acht nehmen muss. Die beiden Kinder brauchen dafür zwei Stunden. Oder zwei Mädchen, die jeden Tag über kleine Pfade das Atlasgebirge überqueren müssen, um zur Schule zu gelangen. Kinder können den Weg oft nicht alleine schaffen oder die Eltern finden es einfach nicht wichtig, dass die Kinder lesen können. Das finden wir ganz schlimm, denn wir haben uns gerade mit den Kinderrechten beschäftigt. Zum Glück gibt es bei uns ein Gesetz, dass wir alle das Recht auf Bildung haben.(4H, hd)

Evangelische Jenaplanschule Eisenach. Mit Beginn des Jahres 2014 will der Förderverein unter seinem Dach auch thematische Arbeit mit und zwischen den Eltern als eine Säule der Vereinsarbeit aufbauen. Immer wieder gibt es Themen im Alltag mit Kindern, die Eltern bewegen, interessieren, verunsichern…Der Verein will solche Themen aufgreifen, und Eltern darüber miteinander ins Gespräch bringen. Die Projektgruppen können einfach nur als Plattform zum Informations- und Erfahrungsaustausch dienen oder auch Abende organisieren, bei denen auch externe Referenten ein Thema vertiefen helfen. Genauso willkommen ist es, wenn die Projektgruppen etwas erarbeiten, was in Zukunft allen Eltern als Download oder anderweitige Hilfestellung zur Verfügung steht. Zu den ersten Projektgruppen gehören die Themen Inklusion sowie Medienkompetenz (der Eltern).

INTERNATIONAL

Japanische AustauschstudentInnen zu Besuch in der Jenaplan-Schule Nürnberg! Sie kamen und brachten den SchülerInnen der Delphin-Gruppe das Falten von Kranichen (jetzt ein Symbol des Widerstands gegen Atomwaffen) und einige Zeichen der Kalligraphie bei.! Ihr Fazit am Schluss: „Die deutschen Schulen sind bunter“ und es ist da ganz anders als in der japanischen“. „Bei uns müssen die Kinder immer still auf ihrem Stuhl sitzen und dürfen sich nur melden, wenn die Lehrerin eine Frage gestellt hat.“ Auch das Klassenzimmer hier sei viel! bunter. Nach der Pause ziehen sich in der Jenaplan-Schule alle Kinder Hausschuhe an. Manche sind aus Stoff, andere aus Gummi, in blau, rosa, gelb liegen sie bunt durcheinander auf einem Haufen. „Bei uns gibt es auch Hausschuhe in der Schule, aber alle haben die gleichen an“, erzählt eine der JapanerInnen. (cm, jenaplan.org, hd)

Taiwanesische SchulleiterInnen in der Schule LernZeitRäume Dossenheim zu Gast. Die Jenaplan- und Freinet-Schule von Signe Brunner-Orawski bekam zum wiederholten Mal Besuch von Prof.Hwei-Pang Chen von der „National Hsinchu University of Education“, die für die Ausbildung und Schulung von SchulleiterInnen zuständig ist. Der Gruppe von einem Dutzend KollegInnen wurde an praktischen Beispielen gezeigt, wie sich in dieser Schule die „Erziehung“ zu selbstbewusstem Auftreten und freiem Sprechen auswirkt. Ein Teil der Gäste besichtigte auch die Druckerwerkstatt.(Freie Schule LernZeitRäume, RNZ 11.4.2013 dw, hd)

Länder übergreifende Lehrveranstaltung von Prof.Dr. Susanne Herker / Graz und Passau  Ende April und Ende Mai 2014 vermittelt die durch zahlreiche Veröffentlichungen (u.a. mehrfach in KINDERLEBEN. Zeitschrift für Jenaplan-Pädagogik) und erfolgreiche Praxis „vor Ort“ (Impulse für die Gründung vieler Jenaplan-Schulen in der Steiermark) bekannte Jenaplan-Pädagogin in einer zweitägigen Lehrveranstaltung mit Passauer StudentInnen an der Uni Passau die „Strukturelemente des Jenaplans in ihrem pädagogischen Auftrag“ – mit Konzepteinführung und Blick in die praktische Themenarbeit nach JP, Kompetenzorientierung, Schule des Fragens, Pädagogische Situation, Bildungsgrundformen nach Jenaplan. Im Mai dann haben die Passauer StudentInnen die Gelegenheit, in einer Hospitationswoche in Schulen in und um Graz anhand von gelebten Beispielen die Praxis kennenzulernen. Die Beobachtungen werden gezielt notiert, reflektiert und schließlich wieder am 11./12. Juli 2014 an der UNI Passau als Arbeitsergebnisse präsentiert. (uni passau, kph graz, hd)

Jaap Meijer, geschäftsführender Direktor des Niederländischen Jenaplan-Verbandes (NJPV) und Experte für Jenaplan-Weiterbildung begleitet jetzt auch eine Initiativgruppe für Jenaplan-Unterricht in Curaçao. (li, hd) ! !

JENAPLAN-FORUM

Unter dieser Teilrubrik von „Aktuelles“ werden sich in künftigen Editionen verschiedene Beiträge befinden, die an einem offenen und substanziellen Meinungsaustausch über wichtige Fragen der Jenaplan-Pädagogik interessiert sind. Die Mitarbeit aller, die im Prozess der Netzwerk-Kommunikation „etwas zu sagen haben“  ist gefragt.

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